Entstehen einer UA

UAs werden im Internationalen Sekretariat von AI in London redigiert, dabei arbeiten «Research-Teams» mit ihren Länderkenntnissen und das «UA-Team», das die UA-spezifischen Erfahrungen einfliessen lässt, eng zusammen.

Dieser Ablauf ist durch die Struktur von Amnesty International gegeben. In London sammeln und redigieren gegen 200 SpezialistInnen für einzelne Länder und Regionen alle verfügbaren Quellen zur Menschenrechtssituation in einem bestimmten Land. Wenn die Lage – meistens die Situation eines oder weniger Menschen – akut bedrohlich wird, kann ein «Research-Team» eine Urgent Action lancieren. In Zusammenarbeit mit dem UA-Team wird die Aktion zusammengestellt. Das UA-Team schickt die fertige UA an die UA-KoordinatorInnen der Sektionen (Länder), die sie dann wiederum an die UA-Schreibenden weitergeben, ergänzt mit den landspezifischen Botschafts- und Kontaktadressen. Aus diesem Grund erscheinen UAs zuerst in Englisch.

Urgent Actions sind nur eine von zahlreichen andern Aktionsformen, auf die AI zurückgreifen kann. Wenn keine UA lanciert wird, heisst das nicht, dass AI nichts macht. Amnesty-Gruppen setzen sich teilweise über Jahre für Gefangene und ihre Angehörigen ein. Auf Missstände wird in Kampagnen hingewiesen, die weltweit über mehrere Monate laufen. Lobbying-SpezialistInnen arbeiten für Menschenrechtsanliegen in den verschiedensten internationalen Gremien und Parlamenten.

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