Shadi Sadr

Die Menschenrechtlerin Shadi Sadr wurde am 28. Juli gegen Kaution freigelassen. Elf Tage zuvor hatten Sicherheitskräfte sie in Teheran willkürlich und überfallartig festgenommen. Die Anwältin und Journalistin wurde allem Anschein nach aufgrund ihrer Menschenrechtsaktivitäten im Zusammenhang mit den umstrittenen Präsidentschaftswahlen in Haft genommen.

Die Anwältin und Journalistin wurde nach elf Tagen in Gewahrsam gegen eine Kaution in Höhe von 50 Millionen Toman (etwa 38.000 Euro) freigelassen. Sie war am 17. Juli 2009 in Teheran von iranischen Sicherheitskräften in Zivil willkürlich festgenommen worden, als sie mit einer Gruppe von Frauenrechtlerinnen unterwegs war. Die Rechtsanwältin und Journalistin konnte sich zunächst befreien und verlor dabei ihr Kopftuch und ihren Mantel. Die Sicherheitskräfte brachten sie jedoch kurz darauf wieder in ihre Gewalt, schlugen mit Knüppeln auf sie ein und fuhren sie in einem Auto davon.

Shadi Sadr © www.kosoof.com
Shadi Sadr © www.kosoof.com

Shadi Sadr und die Frauengruppe waren auf dem Weg zur Teheraner Universität, wo zum ersten Mal seit den umstrittenen Wahlen der ehemalige Präsident Ali Akbar Rafsanjani das Freitagsgebet halten sollte. Shadi Sadr ist die Verteidigerin der Menschenrechtlerin Shiva Nazar Ahari, die am 14. Juni 2009 in ihrem Haus in Teheran festgenommen wurde. Die Sicherheitskräfte durchsuchten das Haus der Bloggerin und Journalistin, die der journalistischen Organisation «Committee of Human Rights Reporters» angehört, und nahmen einige persönliche Gegenstände mit. Shiva Nazar Ahari wird derzeit in der Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses festgehalten. Shadi Sadr hat bislang keinen Zugang zu ihrer Mandantin.

Amnesty International hatte zugunsten von Shadi Sadr, die 2007 schon einmal bei einer Protestkundgebung im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen fünf FrauenrechtlerInnen festgenommen worden war, im Sommer dieses Jahres eine Urgent Action lanciert. Die Organisation betrachtete die Journalistin und Anwältin als gewaltlose politische Gefangene und forderte ihre bedingungslose Freilassung.




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