UA Newsletter 02/09
18.03.09UAs 2008: Facts and Figures ¦ Brasilien: Zeugenschutzprogramm für zweifache Mutter ¦ Iran: Repression gegenüber Studierenden
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Steigende Zahl an Urgent Actions:
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich 2008 die Anzahl UAs, die lanciert wurden, um 14 auf total 350. Erneut stammten die meisten Fälle aus dem Iran (51), gefolgt von Mexico (32) und den Vereinigten Staaten (25).
Insgesamt wurden zugunsten von 12'770 gefährdeten Menschen Urgent Actions geschriebe, die Mehrheit davon Männer. Darin enthalten sind diverse Gruppen: 147 Personen waren in Russland Opfer von Vertreibung, 1'400 Asylsuchende wurden von Ägypten nach Eritrea abgeschoben und in Israel/ den besetzten palästinensischen Gebieten wurde die Bewegungsfreiheit von 400 Personen eingeschränkt.
Thematisch fokussierten die UAs erneut grösstenteils auf traditionelle AI-Themen wie Todesstrafe, drohende Folter oder Misshandlung, Verschwindenlassen und Gewissensgefangene. Es gelang noch nicht, neue Themen wie Armut und Menschenrechte aufzunehmen.
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Brasilien:
Katie Camargo und ihre zwei Kinder wurden am 5. Januar 2009 in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Sie sind somit nicht mehr in unmittelbarer Gefahr. Katie Camargo war nach der Ermordung ihres Mannes Luiz Carlos Barbon von Personen bedroht worden, die Verbindungen zu den Mördern hatten. Luiz Carlos Barbon hatte als Journalist in mehreren Fällen über Korruption in Brasilien berichtet.
Mehr Informationen zu Katie Camargo>>
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Iran:
In den vergangenen Monaten waren Studierende im Iran von einer Welle willkürlicher Festnahmen und Schikanen betroffen. Sie richtet sich besonders gegen Mitglieder der religiösen und ethnischen, gegen GewerkschafterInnen und FrauenrechtlerInnen. Diese Massnahmen könnten zum Teil darauf abzielen, KritikerInnen Minderheiten, schon im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 zum Schweigen zu bringen.
Mehr Infos zur Schikanierung von Studierenden liefert der AI-Artikel Students in Iran face repression and arrest
AI hat drei entsprechende UAs zur bedingungslose Freilassung der Studierenden lanciert: